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View Full Version : squeezebox + usb festplatte



wetter-frosch
2005-12-28, 09:26
Hi zusammen!
also ich beabsichtige mir ein kleines heimnetzwerk aufzubauen und bin dabei auf die squeezebox gestoßen, da ich auch mp4 files abspielen möchte...
also nun zu meiner frage...
ist es möglich die box als client zu nutzen und die musikdateien auf einer festplatte abzulegen, die an den usb port meines routers siemens gigaset sx541 angeschlossen ist?
ich möchte also damit musik hören, ohne immer den rechner laufen zu haben?
der router hat ja ne eigene fileserversoftware...oder brauch ich da ne andere?
ich wäre euch für tips und empfehlungen sehr dankbar
mfg wetter-frosch

DJanGo
2005-12-28, 11:53
Hi Wetterfrosch,

ich kenne deinen Router nicht, vermute aber - das der nicht genügend Rechenleistung hat um den Slimserver (das ist die Software, die die Box bedient) richtig zum laufen zu bringen.
Die "Fileserver" Software die auf dem Router läuft, kannst du dafür nicht benutzen.

Probiers doch einfach mal aus ;-)

wetter-frosch
2005-12-29, 08:47
Vielen dank für die Info, Jan!
Würde es ja gern probieren, aber ich habe mir noch keine Squeezebox gekauft, da ich ja erst sicher gehen wollte, sie auch "offline" betreiben zu können. Was ist denn der Unterschied zu soeiner NAS-Platte? würde es denn damit funktionirenen? aber die hat doch sicher keiner eigenen Prozessor, oder?
Gruß Thomas!

slimpy
2005-12-29, 09:12
aber die hat doch sicher keiner eigenen Prozessor, oder?
Doch, hat sie. Auch dein Router hat einen Prozessor. Auf irgendwas muss das Betriebssystem und die diversen Tools ja laufen. Auf vielen NAS und auch Routern läuft ein Linux-basiertes Betriebssystem. Um auf solchen Systemen fremde Software zum Laufen zu bringen müssen ein paar Voraussetzungen erfüllt sein.
- Es braucht einen Remote-Zugang zum Gerät, dh. entweder ein versteckter telnet oder ssh Zugang oder eine flashbare Firmware, die dies bietet
- einen Compiler entsprechend der Architektur des Geräts, um die Programme kompilieren zu können
- genügend Speicher für die Programme (vor allem bei Routern ohne externen Speicher)
- einen genug starken Prozessor, um die gewünschten Programme auch ausführen zu können.
- wahrscheinlich noch einiges mehr, das ich jetzt vergessen habe..
Im Falle von Slimserver ist oft die Prozessorleistung das Problem. Die Steuerung über das Webinterface ist mit NAS Geräten fast nicht mehr möglich (sehr langsam).
Für einige NAS gibt es gute Anleitungen für die Installation von Slimserver. Allerdings ist das nicht so trivial wie in Windows einen Installer auszuführen. Linux Kenntnisse sind von Vorteil.

-s.

Oti
2005-12-29, 14:00
Hallo,
ich möchte mich der Frage gerne anschliessen.

Ich besitze eine Maxtor NAS 300GB, für diese Platte existiert eine Opensource Firmware, die u.a. Twonky als Streaming-Client unterstützt. Könnte diese Kombination mit der SB3 funktionieren?

Gruß
Michael

DJanGo
2005-12-29, 14:09
Hallo Thomas,

ich habe mal nach deinem Gerät in Google nachgeforscht und dabei auch diese Seite gefunden:
http://www.netzwelt.de/news/69734-im-test-das-siemens-gigaset.html

Da steht zwar nicht "viel" technisches drin, aber wenn das Netzteil nur 12 Watt bringt, wird der Prozessor relativ klein gehalten sein.

Eine Sqeezebox mußt du erstmal nicht kaufen, der Server hat eine Softsqeeze genannte Software Emulation dabei, die die Box sehr gut nachbildet.

NAS oder SAN Rechner sind nicht wirklich eine gute Alternative, außer du kaufst gleich eine "anständige", aber die ist dann auch wieder teurer, als ein normaler Rechner.

Hast du eine alte Xbox?

Die kann man auch unter Linux betreiben *gg* - das werde ich mir in der nächsten Zeit mal antun, und dort einen Slimserver installieren.

Ansonsten für den Aufbau eines Heimnetzwerkes, einen alten Rechner nehmen, dort Fli4all (Router) und Slim installieren ;-)
Das wäre auch noch eine Idee.

Bis später
Jan

wetter-frosch
2005-12-29, 14:41
Hi Jan!
Vielen Dank für deinen ausführlichen Infos und die schnelle Hilfe!
Das mit der Slimserversoftware könnte ich probieren, aber da ich auch noch keine USB Festplatte hatte und der Bericht über die nutzung der USB-Schnittstelle des Routers relativ ernüchternd war- ist sicher die Variante mit dem Serverrechner die beste- den kann ich ja auch z.b in einem anderen Raum aufstellen und über ssh/vnc steuern und über w-lan ins Netz einbinden.
Besitze keine X-Box, aber eine D-Box2 mit Linux... die eignet sich hervorragend zum Filme mitschneiden und hat auch eine Medienstreamerfunktion, die aber nicht besonders ausgereift ist- kann da z.b. nicht alle 5000 musicfiles einlesen, ohne die Box zum Absturz zu bringen- ist halt auch etwas schwach auf der Brust.
Ja vielen Dank nochmal- hat mir unnütze Ausgaben erspart
Gruß Thomas!

mherger
2005-12-29, 14:58
> Was ist denn der Unterschied zu soeiner
> NAS-Platte?

In der aktuellen c't ist ein Artikel zu NAS drin - kann ich empfehlen.

--

Michael

-----------------------------------------------------------
Help translate SlimServer by using the
StringEditor Plugin (http://www.herger.net/slim/)

Boergi
2005-12-29, 15:19
CT-Artikel siehe:
http://www.heise.de/ct/06/01/118/

Wenn du nur Windoof einsetzt.. dann ist der
Netgear SC101 (ca. 100 € + 2 Platten)
http://www.netgear.de/Produkte/Multimedia/SC101/index.html

genial...
Platten werden - wenn gewünscht gespiegelt... wenn mehr Geld da ist.. kann man auch 2 SC101 nehmen... und Spiegeln....

ABER:
Leider derzeit noch keine Treiber für UNIX... Unter Windoof wird dieser Fileserver wie eine Festplatte eingebunden..

Boergi

slimpy
2005-12-30, 01:32
Ich besitze eine Maxtor NAS 300GB, für diese Platte existiert eine Opensource Firmware, die u.a. Twonky als Streaming-Client unterstützt. Könnte diese Kombination mit der SB3 funktionieren?


Twonky als Streaming Server funktioniert nicht mit der Squeezebox. Ob man aber auf der Maxtor auch Slimserver installieren kann weiss ich leider nicht.

-s.

0xdeadbeef
2005-12-30, 05:02
Slimserver ist deutlich leistungshungriger als TwonkyVision und auf Minimalsystemen auch komplizierter zu installieren (Perl, fehlende Bibliotheken usw.).
Zum reinen Streamen von MP3s sind viele NAS-Geräte wohl ok (wenn man es denn schafft, Slimserver zu installieren), aber Webinterface und Transkodieren (z.B. von Ogg Vorbis, AlienBCC) kann man dann wohl abhaken.

Ich wollte mir ehrlich gesagt zuerst auch eine Buffalo Linkstation zulegen, habe mich aber dann doch dagegen entschieden und mir lieber ein Mini-ITX-System mit externem Netzteil zugelegt. War zwar etwas teuerer als eine Linkstation, ist aber deutlich performanter, dabei trotzdem flüsterleise und vebraucht ähnlich wenig Saft (hat bloß ein 60W-Netzteil, das aber lange nicht ausgereizt wird). Mal davon abgesehen, daß bei der Linkstation (Gigabit) das Problem bestand, daß das Teil beim Flashen der alternativen Firmware mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unbrauchbar gemacht wurde.

Mir war vor allem wichtig, das Webinterface flüssig bedienen zu können bzw. per Samba auf die Platte des Servers zugreifen zu können, ohne daß das Streaming abbricht. Beides problematisch mit NAS-basierten Lösungen.

Bin mit meiner Lösung jedenfalls sehr zufrieden, auch wenn die SB ein paar kleinere Macken hat.

rouge
2006-01-10, 09:39
Hallo zusammen

Ich betreibe die SlimServer Software auf einem NAS von LaCie
http://www.lacie.com/products/product.htm?pid=10646

Das Browsen mit dem Webinterface und auch der Box geht (meistens) sehr zügig. Allerdings erst seit ich meiner LaCie Box noch etwas mehr Memory spendieren habe (standard SD RAMs)...

Das LaCie NAS sicher auch nicht das günstigste, dafür hat es genug HD space... ;)


grüsse
rouge

slimpy
2006-01-10, 10:00
Also die LaCie kann man ja schon fast nicht mehr als NAS bezeichnen. Eigentlich ist das ein Mini-ITX PC mit 500GB Festplatte. Laut Spezifikationen hat sie einen Via C3 800Mhz Prozessor, wie man ihn auch auf Via Epia Motherboards findet.
Aber wahrscheinlich braucht's den Prozessor auch - läuft ja Windows drauf! ;)

-s.

rouge
2006-01-10, 10:34
Also die LaCie kann man ja schon fast nicht mehr als NAS bezeichnen. Eigentlich ist das ein Mini-ITX PC mit 500GB Festplatte. Laut Spezifikationen hat sie einen Via C3 800Mhz Prozessor, wie man ihn auch auf Via Epia Motherboards findet.
-s.

Da hast du natürlich auch wieder recht, macht aber trotzdem viel Spass, die Kiste mit dem Slimserver drauf und den HDs voll..... ;)

rouge
2006-01-10, 11:18
übrigens, transkodieren geht wunderbar....

mherger
2006-01-10, 11:25
> Also die LaCie kann man ja schon fast nicht mehr als NAS bezeichnen.

Also die NAS, die du meinst, das ist nur gerade die aktuellste Entwicklung
des letzten Jahres. In der "professionellen" Informatik sind NAS und SAN
seit bald 10 Jahren ein grosses Thema. Firmen wie EMC sind damit sehr
gross geworden. Allerdings kosten deren Systeme eher im zweistelligen
Tausenderbereich aufwärts als ein paar Hundert Franken :-)

http://www.emc.com/products/systems/cx_compare_357.jsp

> Eigentlich ist das ein Mini-ITX PC mit 500GB Festplatte. Laut
> Spezifikationen hat sie einen Via C3 800Mhz Prozessor, wie man ihn auch
> auf Via Epia Motherboards findet.

Bei IBM ist wohl selbst ein "Einstiegs"-NAS mit Dual-Xeon Prozessor
ausgestattet.

> Aber wahrscheinlich braucht's den Prozessor auch - läuft ja Windows
> drauf! ;)

Vielleicht hat jemand den NAS Test in einer der letzten c't gelesen: beim
Netzwerkdurchsatz war überhaupt nicht die Netzwerk-Schnittstelle
entscheidend, sondern hauptsächlich der Prozessor. Die billigen Geräte mit
Gb Schnittstelle sind etwas Etikettenschwindel, weil der Rechner gar nicht
in der Lage ist, auch nur 100Mb zu liefern. Und Testsieger in der
Kategorie war? Ein Windows/Celeron basiertes Gerät, das als einziges
wirklich Datenraten lieferte, wie man es von Gb erwartet. Und auch
irgendwo das doppelte oder so des zweitteuersten Gerätes kostet :-).

--

Michael

-----------------------------------------------------------
Help translate SlimServer by using the
StringEditor Plugin (http://www.herger.net/slim/)

slimpy
2006-01-10, 13:25
Also die NAS, die du meinst, das ist nur gerade die aktuellste Entwicklung
des letzten Jahres. In der "professionellen" Informatik sind NAS und SAN
seit bald 10 Jahren ein grosses Thema. Firmen wie EMC sind damit sehr
gross geworden. Allerdings kosten deren Systeme eher im zweistelligen
Tausenderbereich aufwärts als ein paar Hundert Franken :-)

Bei IBM ist wohl selbst ein "Einstiegs"-NAS mit Dual-Xeon Prozessor
ausgestattet.

Hallo? Wir sprechen hier von Informatik für den Heimgebrauch. Sonst könnten wir auch darüber diskutieren, wie man Slimserver auf den IBM zSeries installiert und dass die neue 64bit Prozessorgeneration dort schon alter Käse ist.


Vielleicht hat jemand den NAS Test in einer der letzten c't gelesen: beim
Netzwerkdurchsatz war überhaupt nicht die Netzwerk-Schnittstelle
entscheidend, sondern hauptsächlich der Prozessor. Die billigen Geräte mit
Gb Schnittstelle sind etwas Etikettenschwindel, weil der Rechner gar nicht
in der Lage ist, auch nur 100Mb zu liefern. Und Testsieger in der
Kategorie war? Ein Windows/Celeron basiertes Gerät, das als einziges
wirklich Datenraten lieferte, wie man es von Gb erwartet. Und auch
irgendwo das doppelte oder so des zweitteuersten Gerätes kostet :-).
..und dann womöglich wireless darauf zugreifen...

Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass man sich (sofern man den zeitlichen Aufwand auf sich nehmen will) geradesogut ein eigenes Mini-ITX System zusammenbauen kann, mit dem Vorteil, dass man es dann auch genau nach den eigenen Vorstellungen konfigurieren und erweitern kann. Und preiswerter wär's auch noch machbar.

-s.

slimpy
2006-01-10, 13:30
Da hast du natürlich auch wieder recht, macht aber trotzdem viel Spass, die Kiste mit dem Slimserver drauf und den HDs voll..... ;)
Das glaub ich gerne! Und schick aussehen tut das Teil ja auch noch. Wenn ich das mit meinem schon etwas betagten Server vergleiche...(übrigens ein 800MHz Duron - läuft seit >5? Jahren nonstop)

-s.